Überwachungskamera mit Licht
Der wirksamste Zusatz an einer Außenkamera ist kein Sensor, sondern eine Lampe. Sie leistet zwei Dinge gleichzeitig, für die es sonst zwei Geräte bräuchte.
Was Licht an einer Kamera bringt
Farbaufnahmen bei Nacht. Ohne Licht zeichnet eine Kamera in Infrarot auf und liefert Graustufen. Kleidungsfarbe, Fahrzeuglack, Aufschriften – all das fehlt. Mit Scheinwerfer entsteht ein normales Farbbild.
Sichtbare Abschreckung. Ein Licht, das plötzlich angeht, ist ein unmissverständliches Signal. Viele Personen verlassen ein Grundstück in dem Moment, in dem es hell wird – das ist mehr wert als jede Aufnahme.
Nutzen im Alltag. Die Leuchte ersetzt eine ohnehin vorhandene Außenleuchte und beleuchtet den Weg zur Haustür. Die Kamera ist damit keine reine Sicherheitsausgabe.
Die richtige Lichtmenge
Mehr ist nicht besser. Ein zu heller Scheinwerfer erzeugt harte Schatten und überstrahlt Gesichter direkt davor – die Kamera sieht dann eine weiße Fläche. 1.200 bis 2.000 Lumen decken einen Eingangsbereich sauber ab.
Achten Sie außerdem auf die Farbtemperatur. 3.000 K wirkt warm und wohnlich, 4.000 K sachlicher und für Kameras etwas neutraler. Über 5.000 K wird das Licht kalt und blendet stärker.
Einstellungen, die Streit vermeiden
- Leuchtdauer begrenzen, meist reichen 30 bis 60 Sekunden.
- Erfassungsbereich eng fassen, damit nicht die Straße das Licht auslöst.
- Nachtabsenkung nutzen, falls das Gerät sie bietet: gedimmtes Dauerlicht, volle Helligkeit nur bei Auslösung.
- Ausrichtung nach unten, nicht waagerecht in Richtung Nachbarfenster.
Dauerhaftes Anstrahlen fremder Wohnräume kann eine unzumutbare Beeinträchtigung sein – unabhängig von der Kamerafrage. Zu den datenschutzrechtlichen Punkten siehe Nachbarn und DSGVO.
Bauformen
Es gibt zwei Wege: Kameras mit kleinem integriertem Spot, und echte Kameraleuchten, bei denen die Leuchte das Hauptgerät ist. Für den Hauseingang ist Letzteres meist die bessere Wahl, weil Lichtleistung und Ausleuchtung eine ganz andere Qualität haben. Der Vergleich der Nachtsichtverfahren steht unter Nachtsicht.
Häufige Fragen
Wie hell sollte das Licht einer Überwachungskamera sein?
Für einen Hauseingang sind 1.200 bis 2.000 Lumen ein sinnvoller Bereich. Deutlich mehr blendet und erzeugt harte Schatten, in denen die Kamera nichts mehr erkennt.
Darf ein Scheinwerfer aufs Nachbargrundstück leuchten?
Dauerhaftes Anstrahlen fremder Fenster kann eine unzumutbare Beeinträchtigung darstellen. Begrenzen Sie Ausrichtung, Leuchtdauer und Erfassungsbereich.
Lohnt sich Licht gegenüber reiner Infrarot-Nachtsicht?
Für Bereiche, in denen Personen erkannt werden sollen, ja: Farbaufnahmen liefern Kleidungs- und Fahrzeugfarbe, Infrarot nur Graustufen. Für unauffällige Überwachung ist Infrarot besser.
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