Wie funktioniert eine Überwachungskamera?

Überwachungskamera an einem BürogebäudeEine solide Hausüberwachung ist nicht nur sinnvoll, sondern hilft vor allem effektiv gegen potentielle Einbrecher. Zwar wird ein Einbrecher dadurch nicht zwingend gehindert, doch die Täter bevorzugen nicht überwachte Objekte, damit sie ungestört ihrer Arbeit nachgehen können.

Doch wie funktioniert eine Überwachungskamera überhaupt? Welche Arten von Kameras existieren? Macht eine Kamera mit Bewegungsmelder Sinn? Entdecken Sie im Folgenden die Vorteile der einzelnen Systeme und lernen Sie die unterschiedlichen Bewegungsmelder kennen.

 

 

Die verschiedenen Arten von Überwachungskameras

Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen einer reinen Kamera, welche durchgehend bzw. je nach eingestellter Uhrzeit Aufnahmen anfertigt oder einer Kamera mit Bewegungsmelder. Hier wird die Aufnahme erst gestartet, wenn eine Bewegung im überwachten Bereich erkannt wird.

Jede dieser Arten speichert die Aufnahmen dabei in einer Cloud-Lösung oder alternativ auf der SD-Karte in der Überwachungskamera. Wir bringen Ihnen nun die verschiedenen Arten von Bewegungsmeldern näher.

 

Wie funktioniert ein Bewegungsmelder?

CCTV Sicherheitskamera an einer Ziegelmauer

Ein Bewegungsmelder überwacht einen zuvor gewählten Bereich und gibt bei einer erkannten Bewegung ein Signal ab – in diesem Fall an die Überwachungskamera. Ab diesem Zeitpunkt startet die Aufnahme und wird entsprechend abgespeichert.

Der Unterschied der einzelnen Bewegungsmelder liegt in dem eingebauten Sensor. So können Sie sich für einen Lichtsensor oder alternativ für einen PIR-Sensor entscheiden. Dass ein Lichtsensor irgendetwas mit dem Licht zu tun hat, ist klar. Aber was ist ein PIR-Sensor? Dazu später mehr.

 

Bewegungsmelder mit Lichtsensor

Besitzt Ihr Bewegungsmelder einen Lichtsensor, werden die Veränderungen der Lichteinflüsse überwacht. Sollte sich ein Mensch auf Ihrem Grundstück bewegen, verändert dieser den Lichteinfluss. In diesem Moment löst der Melder das Signal aus.

Die Lichtsensoren sind heutzutage bereits darauf ausgerichtet, Laub oder Vögel nicht als potentielles Objekt wahrzunehmen. Dadurch wird nicht bei jedem noch so kleinen Tier die Aufnahme gestartet.

Der Sensor erkennt Veränderungen in der näheren Umgebung. Somit lokalisiert der Sensor keine Bewegung in mehreren Metern Entfernung, sondern in nächster Nähe. Einen deutlich größeren Radius hat passives Infrarotlicht zu bieten, die sogenannte PIR-Technik.

 

Dieb in Maske

 

Bewegungserkennung durch PIR-Sensor

Ein PIR-Sensor misst das passive Infrarotlicht, welches von sich bewegenden Objekten abgestrahlt wird. Die Objekte müssen zur Erkennung Wärme abgeben, was bei Menschen und Tieren aufgrund der Körpertemperatur der Fall ist.

PIR hält Ausschau nach Temperaturunterschieden und gibt dann ein Signal ab. Vom Prinzip her somit identisch mit dem Lichtsensor. Auch hier ist die Technik bereits so weit, dass Vögel oder größere Käfer nicht als zu überwachendes Objekt wahrgenommen werden.

Stellen Sie sich generell vor, Sie würden bei jeder kleinsten Bewegung eine Benachrichtigung erhalten. Zum einen würde Sie dies verrückt machen und zum anderen würden Sie irgendwann im schlimmsten Fall einen echten Einbrecher womöglich ignorieren – „Ach, das wird wieder ein Vogel sein.“

 

PIR-Sensor vs. Lichtsensor

Die einzelnen Techniken haben Sie nun kennengelernt, doch was ist die bessere Wahl?

An und für sich arbeitet ein Bewegungsmelder mit Lichtsensor zuverlässig. Das einfallende Licht wird richtig eingeordnet, so dass bei einer Veränderung eine Meldung an die Kamera erfolgt. Häufig kommen Lichtsensoren jedoch bei wechselhaftem Wetter in Verwirrung.

Haus mit Garten

Lichteinflüsse werden falsch eingeordnet, so dass Sie vielleicht mehrere falsche Meldungen in Ihrer Überwachungskamera App erhalten. Darüber hinaus können Lichtsensoren leider keine Bewegungen in weiter Entfernung erfassen.

Im Vergleich dazu erkennt ein PIR-Sensor sich bewegende Objekte bereits aus der Ferne. Außerdem ist die Bewegungserkennung durch Temperaturunterschiede zuverlässiger. Nicht nur die Fehlalarme bleiben aus, sondern vor allem bei Nacht zeigt der Sensor seine Vorzüge.

Da die PIR-Technik sehr lichtempfindlich ist, stellt Dunkelheit für diese kein Problem dar. Sie können sich die Außenbeleuchtung an dieser Stelle sparen und erhalten glasklare und gestochen scharfe Bilder bei Nacht.

Falls Sie sich fragen, wie es rechtlich überhaupt aussieht – eine Überwachungskamera ist auf privaten Grundstücken erlaubt.

 

Standby-Betrieb der Überwachungskamera

Prinzipiell befinden sich Überwachungskameras mit Bewegungsmeldern durchgehend im Standby-Modus. Sie sind daher besonders energieeffizient und verbrauchen relativ wenig Strom. Der Bewegungsmelder hingegen ist immer aktiv. Sobald dieser eine Bewegung erfasst, meldet er ein Signal an die Kamera.

Durch das empfangene Signal im Standby-Modus wird die Aufnahme aktiviert. Sie können in den jeweiligen Einstellungen der Kamera ebenso einstellen, dass die Kamera im Dauerbetrieb läuft. Allerdings können Sie sich ohne Weiteres auf den Bewegungsmelder verlassen, so dass der dauerhafte Betrieb der Kamera nicht notwendig ist.

 

Fazit

Sie kennen jetzt den Unterschied zwischen Überwachungskameras mit PIR-Sensor sowie Lichtsensor. Ein PIR-Sensor ist primär empfehlenswert, da dieser Objekte zuverlässiger bereits aus weiterer Entfernung erkennt und zudem bei Nachtaufnahmen überzeugt.

Entdecken Sie die Vielzahl der erhältlichen Überwachungskameras und sorgen Sie für die nötige Sicherheit und in Ihrem Haus.

 

Scroll to Top